Freitag, 6. Dezember 2013

Eine Weihnachtsgeschichte





... aus den folgenden vorgegebenen Wörtern

1. Havaneser
2. Sterne
3. Weihnachtsbaum
4. Geschenke
5. Gans
6. Schneeflocken
7. Mütze
8. Punsch
9. Lebkuchen
10. Schlitten

 habe ich eine Weihnachtsgeschichte gemacht. Sie war für unser Forum bestimmt - aber ich möchte sie Euch nicht vorenthalten.



Krümels Baum
Es war in der Weihnachtszeit. Ein frostiger Wind brachte besonders viel Schnee, so dass die Kinder des Dorfes sich noch bis zum späten Abend mit ihrem Schlitten vergnügten.  Aber nun war es spät geworden, Andras zog Hanna mit dem Schlitten nach Hause. Als sie durch das kleine Dorf gingen verspürten sie großen Hunger, aber Andras hatte das leckere Stück Lebkuchen in seiner Jackentasche ganz vergessen.  Sie verabschiedeten sich voneinander und Andras betrat die warme Stube. Es roch nach Punsch, bestimmt war das Abendessen schon fertig! Achtlos warf er seine Mütze auf den Boden und begrüßte „Krümel“, seinen kleinen Havaneser.  Krümel freute sich, sprang an ihm hoch, drehte sich im Kreis, rannte durch die Küche – bis unter die Eckbank und wieder zurück in den Flur. Andras hüpfte in die Küche und bemerkte nicht, dass Krümel in der Zwischenzeit seine neue Mütze als Spielzeug entdeckt hatte. Die konnte er schön hin- und her schütteln, herumzerren und schließlich in feuchtem und löchrigem Zustand achtlos liegenlassen. Irgendwie wollte doch die Mütze einfach nicht quietschen!
Krümel bemerkte erst jetzt, dass die Küchentür zugefallen war und er allein war, im Flur. Doch gerade als er sich anschicken wollte, kräftig aufzujaulen, vernahm seine Nase einen leckeren Duft aus Andras Jackentasche. Da ließ sich doch drankommen???!! Er schnupperte und schnüffelte, kratzte mit dem Pfötchen an der Jackentasche herum – doch da ging die Küchentüre auf und er wurde hineingerufen. „Krümel“, sagte Frauchen, gleich gehen wir Gassi!“
Ja, Gassi, ging Krümel furchtbar gerne, aber seit dieses weiße Zeug draußen lag, fand er das überhaupt nicht mehr schön. Aber danach fragte ja keiner, Frauchen kam mit Halsband und Leine und los ging es.  Hui, es war schon ganz dunkel draußen. Alles glitzerte im Mondschein. Krümel mochte nicht laufen. Frauchen aber blieb sehr standhaft, er musste eine ganze Runde durch Wald und Feld gehen, auch wenn die Sterne schon am Himmel glitzerten und es bitterkalt war. Bald sah sein Fell so aus, als würden tausend kleine weiße Wattekugeln darinnen aufgehängt sein. Und dann vielen diese kleinen weißen Wattebällchen auch noch vom Himmel herab.

 „Oh, sind das schöne Schneeflöckchen – guck mal Krümel“, meinte Frauchen mit einer seltsam anmutenden Stimme, wie sie Krümel noch nie vernommen hatte. Nein, dafür hatte Krümel nun gar kein Verständnis für – „Nie wieder gehe ich hier raus“, dachte sich Krümel.
Endlich kamen sie wieder in der warmen Stube an und Frauchen trug Krümel sofort ins Badezimmer. Im Frotteehandtuch eingewickelt wurde Krümel schließlich in die Nähe des Kamins ins Körbchen gebracht. Bald war er wieder trocken und ihm war wohlig warm.
Wo war Herrchen eigentlich? In der letzten Zeit war doch so einiges anders als sonst. Gestern waren Herrchen und Frauchen ganz aufgeregt, haben ganz viel eingekauft und Krümel durfte mit zum Bauern. Eigentlich jagt er dort gerne hinter den weißen Gänsen her, aber diesmal war keine zu sehen. Stellt euch vor, Herrchen packte so eine Gans in seine Einkaufstasche! Krümel fand, dass sie sehr gut roch, wenn sie sich auch nicht wie sonst verhielt.
Auch war ihm aufgefallen, dass Frauchen die letzten Tage sehr beschäftigt in der  Wohnküche gewesen war. Irgendwie hat sie alles dort verändert. Andras fand die Verwandlung aber wohl schön und sagte zu Krümel, dass bald Weihnachten ist und es Geschenke vom Christkind gäbe. Krümel wusste damit nichts anzufangen – war es doch sein allererstes Weihnachtsfest!
Da – endlich ging die Haustüre auf! Herrchen kommt, Krümel sprang auf, bellte und rannte in Richtung Türe. Ja, Herrchen kam, aber was um Himmels Willen trug er denn da großes und schweres? Es passte ja kaum durch die Türe?
NEIN! KRÜMEL KONNTE ES NICHT GLAUBEN! HERRCHEN IST DER ALLERBESTE!
 „Er hat mir meinen Gassi-Geh-Baum mit nach Hause gebracht! Jetzt brauche ich nicht mehr in den Schnee!!! Herrchen, Herrchen, Herrchen, Herrchen!“ Krümel tobte vor entzücken wild herum, so dass Andras ihn schließlich einfangen und zurückhalten musste. „Oh, schau doch mal, Krümel – das ist unser Weihnachtsbaum!“

Liebe Grüße
P.M.J.
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                                                Das Adventsdeckchen:





Willy hat jetzt auch noch einen warmen Anzug bekommen - regenfest und atmungsaktiv. Wir sind also bestens gerüstet für den Winter!



 

Kommentare:

  1. *lacht*....eine tolle Geschichte hast du geschrieben und ich habe über das Ende echt herzhaft lachen müssen. Nicht nur dass du alle Wörter perfekt in deine Geschiche mit eingebaut hast, so hast du dich audh noch in die Gedanken von Andres hineingeschmuggelt^^ Absolut genial, denn ich könnte mir sehr gut vorstellen dass dies die Gedanken sind...einen Baum im Haus^^

    Das Mäntelchen von Willy finde ich ebenfalls klasse. Nicht nur das es seinen Zweck erfüllt, es steht im auch noch sehr gut, und wie man sehen kann macht es ihm nix aus und er spielt mit seinem "Schnuffi" (so hieß das Kuscheltier von dem mittlerweile verstorbenen Hund meiner Eltern)

    Wünsche euch ein schönes Wochenende und sende herzliche Inselgrüsse

    Nova

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  2. Das ist eine sehr schöne Geschichte...
    Danke schön, dass wir lesen durften.

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

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