Sonntag, 23. September 2012

Eine Handpuppe für den Fremdsprachenunterricht

Zum ersten Mal seit vielen Jahren werde ich in diesem Schuljahr wieder eine erste Klasse in Englisch unterrichten. Ja, das ist bei Waldorfs schon lange so, dass der Fremdsprachenunterricht im ersten Schuljahr anfängt. In den ersten drei Schuljahren wird noch nicht geschrieben, sondern die Kinder machen sich durch Hören und Nachsprechen von kleinen Versen und Liedern, verbunden mit Bewegungen mit dem Klang der englischen Sprache vertraut. Dabei tauchen die Kinder drei mal wöchentlich für ca. 15-20 Minuten in ein "Sprachbad", indem sie viele englische Verse, Gedichte, Lieder usw. mit Bewegung sprechen.




Ten red apples growing on a tree. 

Hold arms up in the air like branches.

Five for you and five for me.

Shake one hand and then the other.

I will shake the tree just so,

Shake body.

And let the apples fall below.

Move fingers downward through the air.

One, two, three, four, five,

Count fingers on one hand.

Six, seven, eight, nine, ten.

Count fingers on the other hand.

Autumn leaves are falling down, falling down, falling down,
autumn leaves are falling down, yellow, red and brown. (SONG)

Right hand, left hand,
these are two,
right hand, left hand 
I touch my shoe
right hand, left hand
I touch my knee
right hand, left hand 
one, two, three
right hand, left hand,
I touch the flour,
right hand, left hand,
one, two, three, four.



Natürlich eignen sich die Kinder in den ersten drei Jahren einen guten Wortschatz an - Farben, Zahlen, Tiere, Körperteile, Klassenzimmer, Kleidung, Berufe, Familie, Natur... diese und mehr Bereiche werden nach und nach "bearbeitet". Dabei wenden die Kinder grammatikalische Strukturen an, ohne dass diese schon bewusst gemacht werden. (Das geschieht dann ab der vierten Klasse).


Ich habe mir nun überlegt, dass ich eine Handpuppe im Unterricht einsetzen möchte. Die Handpuppe soll  ein pädagogisches Medium sein - Helfer und Motivationsträger im Unterricht.
Die Handpuppe kann nur englisch sprechen, so dass die Schüler herausgefordert werden, die englische Sprache zu verstehen. Sie stammt aus England und kann ein wenig davon erzählen. Die Handpuppe kann Spielleiter sein, sie kann Geburtstag haben und sich mit den Schülern unterhalten.

Nun - alle auf dem Markt befindlichen Handpuppen haben mir nicht gefallen - also habe ich nach einem Schnittmuster gesucht, um sie selber herzustellen. Meine ersten beiden Versuche sind fehlgeschlagen, da der Schnitt, den ich "free" im Internet gefunden hatte, absolut nicht stimmig war.
Also habe ich weitergesucht und bin dann auch endlich fündig geworden.
Bei Ruth Rodewald, einer Puppenstube in Dortmund, habe ich nun also einen Schnitt und das Material bestellen können.
Dennoch stoße ich beim Nähen immer wieder an meine Grenzen. Der Schnitt ist sehr gut durchdacht - aber die Beschreibung lässt viele Fragen offen...
Zum Glück bin ich Mittwochs in einem Nähkurs - so dass einige meiner Probleme doch gelöst werden können.

Heute habe ich einmal Fotos von dem Puppenherstellungsprozess gemacht:


Ihr seht den Schnitt mit vielen Einzelteilen; Hände und Arme sind vorbereitet, ebenso der Kopf (das war kniffelig) und die Beine mit den Füßen. Auch der Körper ist schon sichtbar und das Hemdchen.



Hello! I'm almost finished!


Die Betonung liegt auf "almost".  Denn ich weiß jetzt erst einmal nicht weiter...
Best Wishes
Cobia


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