Donnerstag, 9. August 2012

Der Lepelaar

Ist das nicht ein schöner Name für einen Vogel mit einem großen Löffel als Schnabel? Unter diesem Namen haben wir ihn 1986 zum ersten Mal auf Texel gesehen. Mein Mann und ich  kannten uns erst wenige Monate und waren über Weihnachten auf die schöne Vogel- Insel gefahren. Dort sollte es den berühmten Lepelaar allerdings nur im Sommer geben, wir aber hatten das große Glück ein einziges Exemplar als Wintergast zu sehen.
Seitdem benennen wir den Löfflervogel mit seinem Niederländischen Namen "Lepelaar". Weil wir also so glücklich waren, einen Löffler gesehen zu haben, kauften wir uns von einem Künstler auf Texel ein Gemälde dieses Vogels.

26 Jahre später - kaum zu glauben - gibt es den Löffler sogar am Niederrhein!
Ausgiebig beobachten konnten wir diese etwas lustig anmutenden Vögel am NEUSIEDLER SEE.


Sein Gefieder ist schneeweiß mit einem Hauch von Gelb und  unter dem Schnabel hat er nackte Haut, die sich ausdehnen kann.
Auf dem Kopf ist ein kleiner Haarschopf aus langen Federn, die auf dem Foto nicht zu sehen sind.



Erst am letzten Tag unseres Urlaubes im Seewinkel hatte ich die Gelegenheit, einige Löffler aus der Nähe zu fotografieren. Gerne halten sie sich in kleinen Gruppen auf und löffeln unentwegt und sehr bewegt im Wasser herum, um kleine Fische, Frösche oder anders Wassergetier zu futtern.
Lustig anzuschauen, wie sich der Löffler dabei rasch sogar um die eigene Achse dreht!


Diese vier stellen nun das Löffeln ein und schauen aufmerksam um im nächsten Moment abzufliegen:





WANDLASUR



 Zuhause wieder angekommen, setzte ich um, was ich schon lange vorhatte: In der Küche sollten drei Wände neu lasiert werden. Das Ockergelb wurde durch ein Sonnengelb ersetzt - eine Wand in terracotta habe ich nicht neu lasiert (sie wurde einst von einem Künstler mit Naturfarben und Sand gestaltet und sieht noch gut aus.)

Dazu habe ich zunächst die Wände mit KASEIN-MARMORMEHLFARBE zweimal weiß gestrichen. Die Marmormehlfarbe wird nach einem alten Rezept in Pulverform hergestellt und besteht aus Marmormehle, Kreide, Kasein - eine Art Quark - und Porzellanerde. Das Mehl wird mit Wasser angerührt und ist nur 1-2 Tage haltbar, da es keine Konservierungsstoffe erhält. Die Farbe riecht nicht und ist sehr gut zu verarbeiten. Man könnte sie sogar wieder herunterwaschen. Wir hatten vorher auch diese Farbe benutzt - die Wände haben wir vor Jahren neu verputzen lassen.

Zur Lasur der Wände benutzte ich Farbpigmente in Pulverform (Goldocker), welches vorher mit etwas Wasser "eingesumpft" wird. Ein Wandlasur-Bindemittel  wird mit Wasser angerührt und Teelöffelweise wird das Pigment hineingegeben.  Mit der so hergestellten Lasurfarbe habe ich die Wände in Form von "LIEGENDEN ACHTEN" mit einem Quast lasiert. Insgesamt in sieben Schichten, wobei jede Schicht gut trocknen musste.
Leider ist das Foto nicht so gut gelungen, es zeigt eine viel zu dunkle Farbe. Unsere Küche ist jetzt wirklich "Sonnengelb".






1 Kommentar:

  1. Hallo liebe Cobi,
    das sind großartige Aufnahmen eines wirklich sehr bemerkenswerten Vogels. Was habt Ihr da für ein Glück gehabt!
    Wuff und L G
    Aiko

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