Donnerstag, 5. Juli 2012

Von Edelsteinen

Nachdem nun schon wieder viel Zeit ins Land gestrichen ist und morgen sogar die Sommerferien beginnen werden, möchte ich Euch hier einige Eindrücke meiner Klassenfahrt mit einer sechsten Klasse nach Idar-Oberstein geben. Die Schüler hatten sich mit dem Thema GESTEINSKUNDE beschäftigt.
Der Klassenlehrer sorgte für einen geregelten Ablauf mit abwechslungsreichem Programm zum Thema Edelsteine. Neben den zwei Edelsteinmuseen besuchten wir eine Edelsteinmine sowie eine Kupfermine.
Jeden Tag gab es auch "Unterricht" zum Thema. Zu Beginn dieses Unterrichtes sprachen die Kinder einen Spruch:


DIE STEINE BERGEN TIEFE GEHEIMNISSE.
DER EINSICHTIGE MAG ERKENNEN, 
DASS GROßE WEISHEIT 
IN IHNEN IST. 
(Aristoteles)




Die Bergkristalle

                                                                                    (Eintrag ins Epochenheft der Schüler)
Zu den jüngsten Kristallen gehören die Bergkristalle, die in Höhlen und Gängen, die durch Vulkane, Erdbeben oder Verschiebungen entstanden, aus der Kieselsäure auskristallisiert sind. Die kristallisierende Kraft ließ dabei alles Unreine zurück. Sie saugte nur die reinen Substanzen aus den Gesteinen heraus. So findet man klare, farblose Bergkristalle sogar im dunklen, eisen-reichen oder anders gefärbten Gestein. 

Aber nicht nur in Hohlräumen und Gängen wachsen Bergkristalle sondern auch inmitten von Kalk und Marmor. Dort bildet der Bergkristall einen besonders schönen, klaren doppelendigen Kristall aus. Diese DOPPELENDER zeigen den Bergkristall in seiner vollendetsten Form:
Die sechsseitige Säule, die an beiden Enden von einer sechsseitigen Pyramide begrenzt wird. Diese besonders vollkommenen Kristalle findet man in Maromorbrüchen von Carrano in Italien. 

Wesentlich häufiger sind die Bergkristalle, die an einem Ende fest mit dem Gestein verwachsen sind. Dort an der Basis sind sie auch etwas dicker. Das Hauptland, das heute noch viele Bergkristalle liefert, ist BRASILIEN.

Die Citrine

Der echte Citrin kommt niemals in Drusen vor!
Er wächst in Spalten. Der echte Citrin erhält seine Farbe, helles Weingelb bis Goldgelb, wie der Ametyst von gebundenen Eisendämpfen; es mischen sich jedoch Titandämpfe hinzu. Er bildet längere, spitzere und oft schmalere Kristalle als der Bergkristall und ist sehr selten. 


Die Ametyste

Der Ametyst hat kleinere Säulen als der Bergkristall und ist generell kleiner. Er ist an den Spitzen violett (lila) und wird nach unten hin weiß wie ein Bergkristall. Die Farbe rührt von den gebundenen Eisendämpfen her. Wenn man ihn erhitzt, wird er zum künstlichen Citrin, er wird dunkelgelb bis braungelb.


Es folgen Bilder aus der Kupfermine. Die nachgestellten Menschen haben dort im 17. Jahrhundert 14 Stunden am Tag gearbeitet, um das Kupfer abzubauen. Eine Stunde hat es gedauert an dem Holzstamm, der auf dem ersten Foto zu sehen ist, hoch bzw. herunter zu klettern. Die Menschen, die in den Kupferminen gearbeitet haben, waren nur ca. 1,50 m groß. Sie waren hoch angesehen, durften bunte Kleidung und Bärte tragen. Sie sind die Zwerge der Sagen. Das sie so klein waren lag daran, dass die Kinder sich bei der Arbeit oberhalb des Bergwerks "vergiftet" hatten, so dass ihr Wachstum gehemmt war. 






Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Eure Kommentare feuen mich!