Freitag, 28. Januar 2011

All you knit is love...

... diesen Spruch habe ich mir nicht selbst überlegt sondern kürzlich in dem Magazin "The Knitter" gelesen.
Seit einiger Zeit stricke ich nicht nur für meine selbst gemachten Naturpuppen oder Teddys sondern auch für mich oder für einen lieben Menschen, dem ich etwas wertvolles schenken möchte. Es freut mich, das die HAND-ARBEIT wieder mehr und mehr an Wert in unserer Gesellschaft gewonnen hat. Viele Menschen beschäftigen sich mit Handarbeiten und wissen es zu schätzen, wieviel Zeit, Geduld und Hingabe in solch einem Werk steckt.
Wenn ich stricke, erlebe ich in mir selbst Ruhe. Die Zeit wird unwichtig - bei einer Tasse Tee oder Kaffee gemütlich sitzend, eine Katze schnurrend in der Nähe.

Und das  nenne ich Muße.

(Wie wichtig Muße in unserer heutigen schnelllebigen Zeit ist beschreibt der Autor Ulrich Schnabel in seinem Buch: "Muße - Vom Glück des Nichtstuns, Blessing-Verlag)   EMPFEHLENSWERT!!
Muße ist ja gar nicht unbedingt nichts tun! So zitiert der o. g. Autor eine österr. Wissenschaftlerin:

"Muße ist die Übereinstimmung zwischen mir und dem, worauf es in meinem Leben ankommt."
oder vom Autor selbst über die Muße: Dieser altertümliche Begriff erinnert uns vielmehr daran, dass unser Leben seinen Wert in sich selbst trägt, jenseits aller Nützlichkeitserwägungen und jeder Verwertungslogik."

"Die Muße könnte man auch so definieren: Als Kunst, nicht ständig unseren Wünschen hinterherzurennen, sondern auch einmal stehen zu bleiben und das Glück des Augenblicks genießen zu können."

"Muße ist also im Wesentlichen durch zwei Bedingungen definiert: Zum einen durch das Gefühl, Herr über unsere Zeit zu sein, und zum zweiten durch den Verzicht auf immer neue Möglichkeiten und Alternativen, der uns erlaubt, unsere ganze Aufmerksamkeit und Konzentration einem einzigen Moment zuzuwenden: dem Jetzt."


Mir kommt es zum Beispiel darauf an, zur inneren Ruhe zu finden und mich nicht ständig von der Uhrzeit jagen zu lassen. - Und eben das erlebe ich beim Stricken.
Angeregt von einem "Trainingsprogramm für die Ruhe" (auch in dem o. g. Buch) habe ich letzte Woche mit meinem Mann zusammen einen BRASILIANISCHEN SAMSTAG "gemacht".
Wie das geht?
Alle Uhren wurden am Freitag Abend weggeräumt. Die Handyuhr habe ich verstellt - ebenso die Telefonuhr - sie ließen sich nicht abschalten. Der PC blieb aus - einen Fernseher besitzen wir nicht, auch das Radio blieb aus.
Mir fiel zum Beispiel auf, wie oft mein Blick zur Wand ging, wo die Uhr sonst hing...
Probiert es mal aus, es ist sehr aufschlussreich.


UND NUN ZEIGE ICH EUCH EINIGE MEINER STRICKWERKE.
Später folgen weitere, ich habe noch nicht alles fotografieren können.

MEINE STRICKJACKE "HEATHER" (Modell aus der Verena Strickzeitschrift)

Wolle NORO Silk Garden
(45% Seide, 45% Kid-Mohair und 10% Lammwolle)
ein Verlaufsgarn aus Japan


Mit aufgestickten Blüten




ZIPFELSCHAL
aus der Wolle von Lana Grossa "Fumato"





Hier die Anleitung zum Nachstricken:
ZIPFELSCHAL




1 Knäuel Wolle

Stricknadeln z.B. 4,5

7 Perlen mit gr. Loch



5 M anschlagen

In jeder 4. Reihe an einer Seite 1 M zunehmen bis 48 M erreicht sind

Dann an der gleichen Seite in jeder 4. R 2 M zusammenstricken, bis auf 5M. Noch 4R stricken und abketten.



Nun eine 16cm lange Wurst stricken aus 5M.

Dieses an der Spitze in der Mitte des Schals nähen. 3 Perlen auffädeln. Je 1-2 Perlen an die Zipfelenden auffädeln und mit einem Knoten sichern.
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DREIECKTUCH  im Ajourmuster mit Flechtkordeln:

aus der Wolle MAGICO MEILENWEIT von Lana Grossa:








Meine wunderschöne Stola " MAWENI" aus einem Seidenmischgarn von MANOS DEL URUGUAY
heißt ursprünglich  Stola Katharina (und ist aus dem The Knitter Magazine 2/2010) - habe ich zum größten Teil in Maweni am Indischen Ozean gestrickt.


Leider habe ich noch kein Bild von der fertigen Stola gemacht. Kommt aber noch.
Liebe Grüße
COBIA


Donnerstag, 6. Januar 2011

Eis - KRISTALLE

Die Zeit zwischen Weihnachten und den ersten Januartagen haben wir in der Eifel verbracht. Nicht irgendwo in der Eifel, sondern  inerhalb einer kleinen deutschen Enklave - Ruitzhof - das sind wenige alte Gehöfte, die ringsherum von belgischem Gebiet umgeben sind.


Wir bewohnten ein kleines Ferienhaus, das am Ende eines Weges direkt am Wald liegt. Mit gemütlichem Karminfeuer ließ es sich dort gut aushalten, wenn auch nur wenige Wanderungen in diesem Jahr möglich waren.

Das sind die Eindrücke, die wir eingefangen haben:
Blick aus dem Fenster - die Terrasse. Tisch und Stühle erinnern noch an wärmere Zeiten.  








Und hier noch eine Hirschspur.
liebe Grüße
COBIA