Donnerstag, 5. August 2010

Besuch meines Patenkindes in Kenia

Liebe Besucher,
heute schreibe ich Euch aus Kenia. Ja, ich habe mir heute eine kleine Auszeit genommen, um ein wenig ins Internet zu gehen, was hier jetzt gerade möglich ist.
Von den vielen neuen Eindrücken, die mir hier begegnen ,möchte ich Euch heute von dem Besuch der Waldorfschule erzählen.
Ihr wisst vielleicht schon, dass ich an dieser Waldorfschule, die 1989 hier von deutschen Pionieren gegründet wurde, zwei Patenkinder unterstütze. Das bedeutet, dass ich monatlich pro Kind 31 Euro zahle - das Geld wiederum kommt insgesamt der Schule zu gute, weil ja die Eltern nur einen ganz geringen Teil der Schulkosten aufbringen können. Den Kindern, die sonst vielleicht gar keine Schule besuchen können, ist neben der Schulbildung ein Essen und das Erlernen von landwirtschaftlichen Elementen garantiert. Die Schule fängt nämlich morgens mit einer halben Stunde Arbeit im Garten an und dann geht es in die Klassenräume. Jede Klasse kann bis zu 30 Kinder aufnehmen. Die Kinder bleiben alle bis 16.30 Uhr in der Schule - die Waldorfschule hat auch 80 Plätze für Internatskinder, d. h. manche Kinder wohnen einfach zu weit weg und besuchen das Internat. (Boarding-School)

Wer ein Patenkind unterstützt, tut dies z.B. über die Zukunftsstiftung Entwicklungshilfe. Zu den Kindern kann ein Kontakt aufgebaut werden - jeder Pate bekommt Post von dem Kind, ein Foto und jedes Jahr im Dezember (der Schuljahreswechsel ist im Dezember) ein ausführliches Zeugnis und ein aktuelles Foto. So kann man sich über die Entwicklung des Kindes informieren.  Die Kinder besuchen die Schule von der ersten bis zur achten Klasse und gehen dann in die neunte Klasse, die als Vorbereitungsjahr auf die weiterführende staatliche Schule dient.

Meine beiden Patenkinder  habe ich an der Mbagathi-Rudolf-Steiner-School, die sich 25km entfernt von Nairobi, der Hauptstadt Kenias befindet, treffen können. Eigentlich hatten gerade schon die Ferien angefangen, doch wurde extra ein Treffen arangiert.



Mein erstes Patenkind, Ndanu-Elizabeth, unterstütze ich nun schon seit 3 Jahren und sie hat mir schon viele Briefe geschrieben und Bilder gemalt. Die Begegnung mit ihr war etwas überwältigend - das Kind war sehr schüchtern - es war wohl ganz gut, dass sie eine Klassenkameradin dabei hatte, Mary - die leider noch keine Paten hat. Da Mary so gut malen kann, und dringend Buntstifte und ein Stiftemäppchen benötigte, habe ich ihr auch ein Geschenk gemacht.



Nun bekamen also Ndanu und Mary Geschenke von mir und die Freude war natürlich RIESIG - ja es war wohl wie Weihnachten für die beiden.
Hier ein Foto:






Ihr seht Ndanu links und Mary rechts.

Für Mary suche ich nun ganz dringend liebe Paten, die sie mit 31 Euro mtl. unterstützen können und damit ihre Schulausbildung sichern. Die Patenschaft kann über die Zukunftsstiftung Entwicklungshilfe laufen (http://www.entwicklungshilfe3.de/) Ich müsste das mit Frau Massmann oder Frau Blei aus Bochum, die dafür zuständig sind sprechen, sobald ich jemanden für Mary gefunden habe. Wer also interesse hat, Mary zu unterstützen kann mir zunächst einmal schreiben und ich leite es dann weiter.

Über Mary:
Mary wurde am 7. Dezember 1997 in Kenia geboren. Sie ist das erste Kind und hat noch 3 Geschwister. Mary lebt mit ihrer Familie in einem Mietshaus in der Nähe der Stadt Ongata Rongai, dass ist nicht weit von der Schule entfernt. Die meisten Kinder kommen aus dieser Stadt.


Marys Vater hat nur gelegentlich eine Arbeit, ihre Mutter verdient noch etwas Geld hinzu, indem sie für andere Familien wäscht. Mary wurde mir als ein höfliches Mädchen beschrieben. Ihre Lieblingsfächer sind Mathematik und Englisch. Sie singt und spielt gerne. Wie fast alle Mädchen, hilft Mary ihrer Mutter beim Wasserholen oder spülen.

Mary benötigt dringend  einen Sponsor  und ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen, dass es für die Kinder so schön ist, "a friend" in Germany zu haben. Und natürlich umgekehrt.





Mein zweites Patenkind ist ein kleiner Junge, Joseph, der die erste Klasse besucht. Ihn unterstütze ich erst seit diesem Jahr. Auch die Begegnung mit Joseph war sehr schön und er hat sich sehr über die Geschenke gefreut, die ich ihm gemacht habe. Das waren Anziehsachen und Schulsachen, denn es herrscht immer ein Mangel daran.



So viel für heute. Liebe Grüße aus Kenia
Petra





1 Kommentar:

  1. Liebe Petra,
    war ganz überrascht, als ich gerade Deinen Kommentar in meinem Blog entdeckt habe. Gestern hab ich von Deinem Bericht über das Kennenlernen mit Deinen beiden Patenkindern gelesen, was sicherlich für beide Seiten aufregend gewesen ist.
    Wünsche Dir noch einen erlebnisreichen Aufenthalt, genieß die Bananen ;-).
    Liebe Grüße aus Deutschland mit Sonnenschein

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